Was ist eine Psychotherapeutische Sprechstunde?
Die Psychotherapeutische Sprechstunde dient der Abklärung , ob der Verdacht auf eine krankheitswertige Störung vorliegt und weitere fachspezifische Hilfen im System der gesetzlichen Krankenversicherung  notwendig sind. Bei Verdacht auf eine seelische Krankheit findet im Rahmen der Sprechstunden eine Orientierende Diagnostische Abklärung statt, bei Patientinnen und Patienten, bei denen von keiner seelischen Erkrankung ausgegangen wird, werden niedrigschwellige Hilfen empfohlen.
Sie können einen Sprechstundentermin in der Praxis telefonisch vereinbaren:
Tel. 05372/9769720
dienstags:    8:00 Uhr  -  9:00 Uhr
mittwochs:  13:00 Uhr - 14:00 Uhr

Die Termine finden ausschließlich nach Vereinbarung statt.

Die Inanspruchnahme einer Sprechstunde ist Vorrausetzung zur Beantragung einer ambulanten Psychotherapie. Sollte bei Ihnen in einer stationären Behandlung oder einer Rehabilitationsbehandlung durch die dortigen Kollegen ein Therapiebedarf festgestellt worden sein, entfällt die Sprechstundenpflicht.

Was sind Probatorische Sitzungen?
Vor Beginn einer Psychotherapie finden Probegespräche statt, sogenannte Probatorische Sitzungen, statt. Hierbei prüfen die Patientin oder der Patient  und Therapeutin oder Therapeut  ob die "Chemie" zwischen ihnen stimmt und eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann.
Die Therapeutin oder der Therapeut erklärt die Vorgehensweise. Therapieziele, Behandlungsplan und voraussichtliche Therapiedauer werden gemeinsam besprochen und festgelegt. Entscheiden sich beide Seiten für eine Psychotherapie, erfolgt die gemeinsame Antragstellung bei der Krankenkasse auf Übernahme der Kosten. Nach Eingang des Antrags prüft die Krankenkasse , ob eine Kostenzusage erfolgen kann, und teilt dies der / dem Versicherten mit.

Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen ("seelischen") Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlichen Verfahren, Methoden und Techniken. Psychische Erkrankungen können das Erleben, das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen und mit Leid , Angst und Verunsicherung  und Einschränkungen der Lebensqualität einhergehen. Eine Psychotherapie ist dann ratsam, wenn psychische Probleme zu  Krankheitserscheinungen führen und alltägliche Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können.
Vor Beginn einer Psychotherapie ist die Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt  zur Frage notwendig, ob körperliche Ursachen für die psychische Erkrankung verantwortlich oder mitverantwortlich sein können.

Wie funktioniert eine Psychotherapie?
Alle psychotherapeutischen Behandlungen haben gemeinsam, dass sie über das persönliche Gespräch erfolgen, dass durch spezielle Methoden  und Techniken ergänzt werden kann. Die Behandlung kann mit der Therapeutin oder dem Therapeuten allein oder im Rahmen einer Gruppentherapie erfolgen. Einzelbehandlungen haben in der Regel eine Dauer von 50 Minuten, Gruppentherapien eine Dauer von 100 Minuten.
Eine wesentliche Bedingung für das Gelingen jeder Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patientin oder Patient und Therapeutin oder Therapeut  sowie eine Klärung , ob das geplante Psychotherapie Verfahren den Erwartungen der Patientin oder des Patienten entgegenkommt. Auf dieser Grundlage bietet Psychotherapie die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen das eigene Erleben und Verhalten sowie Beziehungserfahrungen zu besprechen, zu erleben und zu überdenken und infolge dessen Veränderungen auszuprobieren  und herbeizuführen.

Was ist Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und nichtbewussten Lernprozessen sind. Zu Beginn der Behandlung wird gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten erarbeitet, welche Bedingungen ihrer oder seiner Lebensgeschichte und der aktuellen Lebenssituation  zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Symptomatik beigetragen haben und weiter wirksam sind.
Auf dieser Grundlage werden gemeinsam die Therapieziele  und der Behandlungsplan festgelegt.  In der Verhaltenstherapie wird die Patientin oder der Patient  zur aktiven Veränderung  ihres oder seines Handelns motiviert und angeleitet. Dabei werden die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten  herausgearbeitet und für den Veränderungsprozess nutzbar gemacht.


Quelle: PTV 10 , KBV